"Gott lieben ist die größte Kunst
wer anderst liebt, der liebt umsunst"

Sinnspruch, Kalchofengut

Veranstaltung

Freitag, 29.09.2017

NEUES von SEPP KAHN
Ein vergnüglicher Abend mit dem Almliteraten Sepp Kahn
Musikpremiere: Örgenbauer-Zwoagsang aus St. Martin
ab 19:30h, Eintritt 5 € an der Abendkasse

Sonderausstellung

Pinzgauer Bauernhöfe

Zeichnungen von Horst Kirchtag

Der Zeichner Horst Kirchtag begann schon in der Schulzeit zu malen und zu zeichnen. Häuser und Landschaften waren seine bevorzugten Motive. Wir zeigen eine Auswahl seines umfangreichen Schaffens.

Links

Öffnungszeiten

Saison 2017

Freitags: von 16 bis 21 Uhr

In der Zeit vom 12. Mai bis zum 20. Oktober 2017 ist das Regionalmuseum Kalchofengut jeden Freitag von 16 bis 21 Uhr geöffnet

Das Museum

Das Kalchofengut befindet sich in Unken und ist ein Mitterpinzgauer Einhof aus dem 15. Jahrhundert. Das Wirtschaftsgebäude und das Wohngebäude befinden sich unter einem Dach.

Eine Besonderheit sind die Steinlaibungen aus heimischen Konglomerat, die Totenbretter an der Rückseite oberhalb des Scheunentors und der Marmor der Haustüre, die Fenster und die Vorderfront.

Sobald man die Türschwelle übertreten hat steht man in einer anderen Welt. In den Räumen und an den Wänden sehen wir die vergangenen Jahrhunderte. Aber auch neueste Technik mischt sich dazu, um die verschiedensten Veranstaltungen zu ermöglichen.

In der Stube, gleich links, sitzt man gemütlich beisammen, auch an kälteren Tagen ist das durch eine unsichtbare Heizung gut möglich. Hier finden bis zu 25 Personen im ursprünglichen Ambiente Platz, ideal für kleine Versammlungen oder auch für standesamtliche Trauungen in kleinem Rahmen.

Gegenüber der Stube sind Pinzgauer Trachten ausgestellt und es werden Filme über unser Brauchtum gezeigt.

Hinter der Stube befindet sich die Rauchküche. Seit Bestehen des Kalchofengutes wird sie unverändert – auch heute noch – genutzt. Auf dem offenen Feuer kochen wir bei Voranmeldung für kleinere Gruppen typische Gerichte wie Muas oder Kasnocken.

Vorbei an der Treppe zu Obergeschoß und Keller geht  es durch die uralte Stalltüre in den sogenannten Vorstall, den wir heute als kleinen Medienraum nutzen. Hier zeigen wir besondere Filme aus dem Elektronischen Dorfarchiv Unken. An den Wänden des Vorstalls hängen zur Zeit die Ausstellungstafeln zum Thema „200 Jahre Salzburg bei Österreich“. Anhand von geschichtlichen Daten zeigen wir die Entwicklung der letzten 200 Jahre im Unteren Saalachtal.

Filme aus unserem Bestand zeigen wir übrigens auch jeden zweiten Montag im Generationenhaus in Lofer.

Vom Vorstall gelangen wir in den Stall, der zusammen mit dem ehemaligen Schafstall heute als Veranstaltungsraum dient. Die Wände schmücken großflächige Zeichnungen von Saalachtaler Bauerngehöften des Zeichners Horst Kirchtag. Diese Dauerausstellung gibt einen würdigen Rahmen für jede Veranstaltung. Mit modernster Übertragungstechnik versehen, können im Stall Schulungen, Vorträge, Hochzeiten, Musikantentreffen und sogar Oldie-Discoabende durchgeführt werden. Es ist Platz für 70 bis 110 Personen, je nach Bestuhlung.

Nicht vergessen wollen wir die kleine Werkstatt im hinteren Bereich des Erdgeschosses, die manchmal auch heute noch als solche gebraucht wird.

Zurück durch den Vorstall gehen wir zur typischen Bauernhaustreppe und von dort hinauf ins Obergeschoss. Der Raum über der Stube ist eine typische Schlafkammer, eingerichtet mit der Möblierung aus dem letzten bzw. vorletzten Jahrhundert.

Im Raum gegenüber zeigen wir in Zusammenarbeit mit den Historischen Kniepass-Schützen im Gedenken an 62 gefallene Unkner Soldaten das Grauen des Ersten Wekltkrieges 1914–1918 und welches Leid dieser Krieg über die Familien gebracht hat. Der Titel der Sonderausstellung: „Für Gott, Kaiser und Vaterland oder Wonn kema wieda hoam?“.

Im oberen Flur sind einige der von Hans Schreder gesammelten Rosenkränze zu sehen.

Die Sakralkammer mit ihren religiösen Reliquien ist sicherlich eine besondere Attraktion des Kalchofen-gutes. Gegenüber hat die alte Unkner Kirchenkrippe einen Platz gefunden, sowie das Modell eines Unkner Bauernhofes mit Nebengebäuden wie sie bei uns üblich sind.

In der selben Ebene gelangt man auf die Rem (Scheune) wo sich die regionale Ausstellung „Unteres Saalchtal: Lebensraum! – Grenzraum?“ befindet. Anhand eines 3D-Modells des Unteren Saal-achtals und auf 18 Schautafeln veranschaulichen wir die Zusammenhänge der Region und zeigen einen Zeitabriss der fünf beteiligten Gemeinden Weißbach, St. Martin, Lofer, Unken und auf bayerischer Seite die Gemeinde Schneizlreuth. Das 12 m2 große Modell im Maßstab 1:17.000 wurde im Winter 2015/16 von Sepp Auer gebaut. Es ist das größte dieser Art im Land Salzburg. An diesem Landschaftsmodell werden künftig verschiedene Themenbereiche dargestellt, die auf den zugehörigen Schautafeln erläutert werden. Denkbar sind Handelsrouten und Schmuggel-wege der Vergangenheit oder ähnliche Themen.

Weiters gibt es auf der Rem zu sehen: Bereiche der Holzwirtschaft, der Wagnerei und der Flachsverarbeitung.